Mélodies  

Emmanuel de Fonscolombe
Messe Brève

Carolyn Shuster-Fournier, Orgel
Catherine Manandaza, Sopran
Patrick Garayt, Tenor
Hacquard, Bariton
Felicitas Bergmann, Mezzosopran

Ersteinspielung

VOL IC 217

Preis für eine CD : 6.90 €


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01. Tout l'univers (6:26) 0.59
 
Messe Brève
02. Kyrie (2:10) 0.59
03. Gloria (8:20) 0.59
04. Credo (18:19) 0.59
05. Sanctus (4:16) 0.59
06. Agnus Dei (5:31) 0.59
 
07. Ave Maria (3:02) 0.59
08. Panis Angelicus (4:56) 0.59

Spielzeit 52:03

Emmanuel de Fonscolombe

wurde 1810 in Aix-en-Provence geboren, wo er auch im Jahre 1875 starb. Emmanuel Honoré Boyer de Fonscolombe, Baron de la Mole, hat neben mehreren Messen, diversen geistlichen Musikstücken und einer Oper : "Un prisonnier en Crimée" (Ein Gefangener auf der Krim), auch reizvolle Melodien komponiert, Vocalduette und ein Trio (Violine, Cello und Klavier).

Er ist einer der grossen Kapellmeister von Aix-en-Provence (Église de la Madeleine), in der Tradition von Jean Gilles und André Campra.

Als Zeitgenosse von Berlioz, ist er einer der seltenen romantischen Komponisten der Provence. Der studierte Jurist war ein Freund von Félicien David, der ihm "Eden" und "Moïse au Sinaï" widmete. Er interessierte sich ebenfalls für Insektenkunde und Botanik.

Er lebte im Château de la Mole im südfranzösischen Var und ist der Urgrossvater des Schriftsteller-Piloten Antoine de Saint Exupéry.

Seine Duette und Melodien sind 2008 bei Hybrid'Music augenommen worden.

Messe Brève

(pistes 2 à 6)

Wir wissen wenig über diese Messe. Sie wurde ursprünglich für dreistimmigen Chor und Solisten geschrieben. Wir entschieden uns für eine Version mit drei Solisten aufgrund der schwierigen Partien, besonders die des Tenors, in einer heutzutage seltenen Stimmlage.

Da die Partitur nicht veröffentlicht war, musste das im Châteu de la Mole gefundene Manuskript sorgfältig durchgelesen und korigiert werden. Es ist ein sehr kontrastreiches Werk, das nie beim Hören das Ohr ermüdet. Die Folge verschiedenartiger Sätze, besonders im Gloria und im Credo überrascht bei jedem Übergang und bereitet Freude.

Das Credo (dessen Intonation sich an die Messe Royale von du Mont anlehnt) beginnt wie ein mehrstimmiger Satz von Palestrina, ehe es sich schnell zu kühnerem Kontrapunkt entwickelt.

Das Aufsteigen des Leidensweges bis zum Kreuz ist voller dramatischer Intensität und spiegelt das damalige romantische Empfinden wider, das in Frankreich mit Berlioz begann.

Andere sehr elegante Passagen sind der Missa brevis von Mozart oder von Haydn ähnlich. Breitangelegte Fugen wie beim Rossini der Kleinen feierlichen Messe beschliessen brilliant das Gloria und das Credo.

Musica et Memoria : www.musimem.com Association des Amis d’Emmanuel de Fonscolombe www.fonscolombe.populus.ch